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7 FINITE-ELEMENT-FORMULIERUNGDie tangentiale
Steifigkeitsmatrix des geometrisch nichtlinearen, physikalisch linearen isoparametrischen
finiten Schalenelementes wird unter Verwendung der virtuellen inneren Arbeit
(13) durch Einführung einer Diskretisierung gewonnen. Dazu werden die
Verschiebungen
An dieser Stelle soll vereinbart werden, daß bei Auftreten von zwei in einem Term oben vorangestellten Indizes über die Knotenanzahl und bei unten vorangestellten entsprechend (7) nach beliebigem Reihenabbruch über die Anzahl der Reihenglieder zu summieren ist. Für die durch (11) eingeführten nichtlinearen Verzerrungsmaße läßt sich somit schreiben:
worin
Die tangentiale Steifigkeitsmatrix ergibt sich zu:
Mit (17) und (26)
können die Maßzahlen des zweiten PIOLA-KIRCHHOFF-Spannungstensors
womit die tangentiale Steifigkeitsmatrix in nachstehende Form übergeht:
Wie im vorausgegangenen dargelegt, gehen die bisherigen Herleitungen vom Prinzip der virtuellen Arbeiten (13) aus. Eine anschließende Behandlung des Variationsproblems führt demzufolge auf Verschiebungselemente, die die bekannten Versteifungsprobleme (Locking-Effekte) aufweisen. Insbesondere seien nach /1/ an dieser Stelle die folgenden genannt: POISSON-Dickenlocking tritt
danach bei 5- und 6-Parameter-Schalenformulierungen auf und ist nicht mit dem
Dickenlocking-Effekt bei gekrümmten Elementen nach /5/ zu verwechseln. Es ist
eine Folge der unterdrückten Dickenelastizität. Beim Querschublocking treten bei z.B. reiner Biegung eines
Plattenelementes parasitäre Spannungen, d.h. Spannungen, die in der
dreidimensionalen exakten Lösung des Problems nicht vorhanden sind, auf. Das Membranlocking tritt bei dehnungslosen
Verformungen von Schalen, demzufolge nur bei gekrümmten Flächentragwerken, auf
und führt ebenfalls zu parasitären Membranspannungen. Schublocking ist von Bedeutung, wenn in der Referenzfläche eine Art
Biegebeanspruchung stattfindet, wie sie beispielsweise bei der Berechnung
eines wandartigen Trägers mit Scheibenelementen vorliegt. Volumetrisches Locking, auch POISSON-Locking
genannt, entsteht, wenn die Querkontraktionzahl Die aus den verschiedensten Locking-Effekten resultierenden parasitären Spannungen führen zu einer Überschätzung der inneren Energie und somit zu einer Überschätzung der Steifigkeit des finiten Elementes. Zur Beseitigung bzw. zur Reduzierung der Locking-Effekte sind in der Literatur eine Vielzahl von Methoden angegeben. Viele von ihnen beruhen auf der Erweiterung des zugrundeliegenden Funktionals, z.B. auf der Erweiterung zum Mehrfeldfunktional nach HU-WASHIZU. Hierdurch wird es möglich, nicht nur Ansätze für die Verschiebungen zu machen, sondern auch inkompatible Ansätze für die Spannungen und ggf. auch für die Verzerrungen, wie dies in der Enhanced-Assumed-Strain-Method (EAS) der Fall ist. |
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