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GEOMETRIE DES
UNVERFORMTEN SCHALENKÖRPERS
Im folgenden sollen
die die Geometrie beschreibenden Beziehungen zur Klärung der Nomenklatur
entwickelt werden. Weitergehende Ausführungen können /7/ entnommen werden. Die
Punkte des dreidimensionalen EUKLIDischen Raumes
werden durch die
Einführung eines raumfesten kartesischen Koordinatensystems mit den Koordinaten
identifiziert. Im
weiteren sollen lateinische Indizes die Werte
und griechische
Indizes die

Bild 1: Differentialgeometrie des Schalenkörpers
Werte
annehmen. Ferner sei
die EINSTEINsche Summationskonvention vereinbart. Darüber hinaus wird ein
krummliniges, konvektives Koordinatensystem mit den Koordinaten
eingeführt, vgl. Bild
1. Zwischen diesem und dem raumfesten kartesischen Koordinatensystem bestehe
eine umkehrbar eindeutige Transformation der Form
, wobei die zugehörige Funktionaldeterminante stets größer
Null sein soll. Es wird ein dreidimensionaler unverformter Schalenkörper B betrachtet, der in den EUKLIDischen Raum
eingebettet ist und
durch die Schalenlaibungen und die Schalenberandung begrenzt wird. Die
Parametrisierung der materiellen Punkte erfolgt mittels der konvektiven
Koordinaten
. Hierdurch ist der Ortsvektor
zu einem materiellen
Punkt in B eingeführt. Innerhalb von B läßt sich für
eine
Schalenreferenzfläche S definieren, die durch die Koordinaten
parametrisiert wird.
Für die differentialgeometrische Beschreibung des Schalenkörpers hat es sich
als zweckmäßig erwiesen, Normalenkoordinaten zu verwenden, die sich dadurch
auszeichnen, daß die Koordinatenlinie
orthogonal zur
Schalenreferenzfläche verläuft und zusätzlich mit der Bogenlänge in dieser
Richtung übereinstimmt. Die Koordinate
ist im Intervall
definiert, wobei
und
gilt. Hierin ist
die leicht
veränderliche Schalendicke. Wird speziell eine Schalenlaibung als
Referenzfläche gewählt, so ist
oder
. Im Rahmen der technischen Anwendung (textilbewehrter Beton)
wird die Schalendicke im Bereich
liegen. Nun lassen
sich alle notwendigen differentialgeometrischen Größen, die zur kontinuumsmechanischen
Beschreibung notwendig sind, zusammenstellen. Die kovarianten Basisvektoren
werden durch
und die
kontravarianten durch
bestimmt. Dabei
symbolisiert das Komma die partielle Ableitung nach
. Somit ist auch der Metriktensor
sowie das
Volumenelement
mit
bekannt. Der Gradient
eines Tensors 1. Stufe
ergibt sich wie
folgt:
(1)
mit den
CHRISTOFFELsymbolen
. Es symbolisiert
die kovariante Ableitung. Neben dem Tangentialraum an B wird
zusätzlich noch der Tangentialraum der Schalenreferenzfläche S benötigt. Analog zu den obigen Ausführungen
ergeben sich hier die Basisvektoren
und
, die Metrik
, das Flächenelement
mit
, wobei
der Ortsvektor der
Referenzfläche S ist. Um auch Tensoren mit
Komponenten senkrecht zur Schalenreferenzfläche zerlegen zu können, wird durch
ein dritter
Basisvektor eingeführt. Dieser besitzt, da Normalenkoordinaten benutzt werden,
die folgenden Eigenschaften:
,
und
. Für die partiellen Ableitungen der kovarianten
Basisvektoren gelten die Ableitungsgleichungen von GAUSS und WEINGARTEN:
und
(2)
mit den
CHRISTOFFELsymbolen
und dem
Krümmungstensor der Fläche
. Der Gradient eines Flächentensors 1. Stufe
ergibt sich dann wie
folgt:
. (3)
Zur Abkürzung für
die kovariante Ableitung an der Stelle der Schalenreferenzfläche wurde
eingeführt. Der Ortsvektor eines materiellen Punktes im
Schalenraum B läßt sich durch
darstellen, woraus
sich die Zusammenhänge
und
mit
ergeben. Es gilt ferner
, womit dann:
(4)
folgt. Aus (1) und (3) läßt sich folgende
Idendität herleiten /4/:
(5)





.